Fallstudie 2 gestartet
19.05.2007

Im Mai 2007 startet die Fallstudie 2 "MS Nurses". Ziel der Studie ist es, eine kontinuierliches Aktivitätsmonitoring zu etablieren und die Vor-Ort-Betreuung von MS Patienten zu verstärken. In Kooperation mit der Neurologischen Klinik Bad-Neustadt a.d. Saale und der Sylvia Lawry Centre for Multiple Sclerosis Research (SLMSR) werden Menschen mit MS gebeten, den Gürtel actibelt® zu erproben, um daraus die actibelt®-Technologie zu evaluieren und Zusammenhänge zwischen Bewegung und Krankheitsverlauf zu untersuchen.

Bei einer derzeitigen Prävalenz von etwa 120.000 Patienten ist die Multiple Sklerose (MS) in Deutschland eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Durch Schädigung der Nervenzellen wird im Krankheitsverlauf die Leitfähigkeit der Nervenbahnen vermindert, was die typischen Symptome wie Kribbeln und andere sensorische Störungen, Spastiken, Lähmungen, schnelle Ermüdung (Fatigue) sowie Sehstörungen auslöst.

Um die Gehfähigkeit und damit auch zu einem bestimmten Grad den Gesundheitszustand des Patienten zu bestimmen, wird üblicherweise der Expanded Disability Status Scale (EDSS) angewendet. Er dient der Überwachung des Krankheitsverlaufs und wird zur Optimierung der Therapie herangezogen. Der EDSS wird vom Arzt jedoch nur alle drei bis sechs Monate während der Kontrolluntersuchungen bestimmt und beruht lediglich auf der subjektiven Einschätzung des Arztes. Ob der Patient zu Hause erste Anzeichen für eine Gehstörung aufwies, kann er aus der Momentaufnahme nicht erkennen.

Daher soll im Rahmen der Studie der Gürtel actibelt® erprobt werden, mit der Gehstörungen und Aktivitätsbeeinträchtigungen frühzeitig durch eine kontinuierliche, alltagstaugliche Bewegungsmessung erkannt werden können.

> Ausführlichere Informationen sind unter www.msnurses.de zu finden.